Kreistagswahl

Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen bedeutet: Du wählst auch den Kreistag und den Landrat. Der Kreistag hat das Sagen unter anderen bei diesen Themen:

  • öffentlicher Nahverkehr, Aufgaben der Sozialhilfe, Gesundheitsamt
  • Ausländerangelegenheiten, Schulaufsicht und Müllentsorgung

Ergebnisse der letzten Wahl

Aktuelle Sitzverteilung im Kreistag

Von 80 Sitzen entfallen auf:

  • CDU: 34
  • SPD: 21
  • Grüne: 10
  • FDP: 5
  • DIE LINKE: 3
  • AFD: 3
  • Piraten: 1
  • Freie Wähler: 1
  • Volksabstimmung: 1
  • NPD: 1

Welche Parteien stehen zu Wahl?

Die Parteien sind sortiert nach ihrem Wahlergebnis in der letzten Kreistagswahl.

Was will Ihre Partei…

…für die Jugendlichen im Kreis umsetzen?

CDU

Die CDU setzt sich dafür ein, dass die duale Berufsausbildung in unseren Berufskollegs in der Schulträgerschaft des Rhein-Sieg-Kreises ausgebaut wird und dass ein erfolgreicher Übergang von der Schule in den Beruf gelingt und begleitet wird. Dabei sind die regionale Vernetzung und Kooperation aller Beteiligten von zentraler Bedeutung. Die gezielte Förderung nicht nur junger Menschen mit geringer deutscher Sprachkompetenz und/oder ohne Schulabschluss soll weiter ausgebaut werden.

Sportliche Angebote für Kinder und Jugendliche werden in allererster Linie von unseren vielen Sportvereinen erbracht. Wir konnten erreichen, dass die Förderung zur Unterstützung der Sportvereine in Höhe von 245.000 Euro pro Jahr nicht nur bestehen bleibt, sondern um weitere 35.000 Euro pro Jahr erweitert wurde. Mit dieser Maßnahme sichert die CDU die gute Arbeit in unseren Vereinen ab.

SPD

Junge Menschen brauchen eine Stimme in der Kommunalpolitik, denn der Kreistag und die Stadträte sind chronisch überaltert. Deshalb tritt die SPD zur Kreistagswahl mit vielen jungen Kandidat*innen an. Ein Drittel unseres Teams ist jünger als 35 Jahre. Das gibt es so bei keiner anderen Partei im Kreis. Es ist ein konkreter Beitrag dafür, dass auch Politik für junge Menschen gemacht wird. Die Themen dabei sind vielfältig: Busse und Bahnen müssen öfter fahren, auch zu den Zeiten, an denen man gerne ausgehen möchte. Unsere Innenstädte dürfen nicht zu Betonwüsten werden, damit das Stadtklima stimmt. Freizeitangebote sollte es nicht nur in den großen Nachbarstätten geben und das Fahrradfahren sollte aufgrund der Verkehrsführung nicht lebensgefährlich sein.

Wir wollen die Angebote der offenen Jugendarbeit ausbauen, Kultur- und Sportangebote erhalten und z.B. auch ein schwul-lesbisches Jugendzentrum dauerhaft aus dem Kreishaushalt finanzieren. Für unsere Auszubildenden investieren wir in die Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises.

bündnis 90/Die Grünen

Gute Jugendpolitik ist immer partizipativ. Jugendliche sollen früh eingebunden werden, wie dies bei der Erstellung des Kinder- und Jugendförderplanes im Rhein-Sieg-Kreis der Fall war. Für den regelmäßigen Austausch sollte auch auf Kreisebene ein Dialogformat eingeführt werden, vergleichbar dem Kinder- und Jugendforum in Bad Honnef.

Ein wichtiges Politikfeld ist die Schulpolitik: Ein regionaler Schulentwicklungsplan auf freiwilliger Basis ist nötig, um in einer Region, in der Gemeindegrenzen immer weniger eine Rolle spielen, ein attraktives Schulangebot zu erreichen. Gerade auch in Bad Honnef ist aufgrund der Tal-/Berglage eine gemeindeübergreifende Abstimmung erforderlich. Zu dem koordinierenden Engagement des Kreises gehört die Stärkung des Übergangs von Schule-Beruf und der Bildungskonferenzen. Die Berufskollegs des Kreises wollen wir sichern, die Angebote unter den Kriterien Wohnortnähe und Angebotsvielfalt weiterentwickeln. Wir wollen zudem beste Bedingungen für Freizeit und Sport.

FDP

Wir möchten Jugendliche im Kreis besser mobil machen. Dafür braucht es einen dichteren ÖPNV, aber auch alternative Formen wie Car- und Bikesharing. Zusätzlich wollen wir ein starkes Nachtbusangebot, damit Jugendliche auch noch zu später Stunde feiern gehen können. Außerdem möchten wir Initiativen zur Jugendpartizipation besser unterstützen: Egal ob Jugendparlament oder alternative Beteiligungsformen: Wir möchten das die Stimme der Jugend gehört wird! Denn diejenigen, die am besten wissen was für Jugendliche gut ist, sind die Jugendlichen selbst.

Außerdem leben wir Jugendpartizipation in der FDP vor: Unser Landratskandidat, Christian Koch ist 35, und unser Bad Honnefer Kandidat, Felix Keune, ist 20 Jahre alt. So sind wir auch nach der Wahl ansprechbar für junge Menschen.

DIE LINKE

Als wichtigsten Zwischenschritt für die politische Emanzipation Jugendlicher sehen wir die Schaffung eines Jugendparlamentes auf Kreisebene mit eigenem Budget. Hierfür sollen Jugendliche von 10-23 Jahren das aktive und passive Wahlrecht erhalten.

DIE LINKE fordert Förderungen für antifaschistische Bildungsarbeit über eine kreisweite Stelle abzurufen, welche in einer Satzung eine grobe Linie vorgibt, nach der die politischen Angebote mit Leben gefüllt werden können.

DIE LINKE Rhein-Sieg unterstützt die Auslandsunterbringung durch das Jugendamt nicht. Diese Art der Unterbringung ist zu einer Industrie geworden, wo es oft nicht mehr um das Kindeswohl geht, sondern um die Auslastung von Kapazitäten. Der Skandal um Bochum mit der Life Jugendhilfe GmbH hat gezeigt, wie schädlich diese Art der Unterbringung für die Kinder sein kann. Auch im Rhein-Sieg-Kreis wurde nach dem Eingreifen der Fraktion DIE LINKE ein Kind aus Kirgisien zurückgeholt.

AFD

Die AfD bedauert die schlechten Zukunftsperspektiven für die Jugend im Allgemeinen. Deutschland bot vor den Jahren der „Links-Grünen-Revolution“ deutlich bessere wirtschaftliche und familiäre Rahmenbedingungen, die auch der damaligen Jugend eine sichere und kalkulierbare Zukunftsperspektive geboten hat.

Im Zeitalter der extensiven Kommunikation hat die AfD den Eindruck, dass durch die massenhafte Informationsflut gerade die Jugend völlig überfordert und zu irrationalen Empathie verleitet, sowie über die tatsächlichen Realitäten getäuscht werden, welches zur intellektuellen Isolation und ungenügenden Sozialverhalten führen dürfte. Die wirtschaftliche Versklavung und damit Unfreiheit des Individuums dürfte am Ende dieser fatalen Entwicklung stehen.

Die AfD präferiert deshalb eine Reform des Wirtschaftssystems, welches an einer intakten Familienstruktur zu messen ist, damit den Kindern und Jugendlichen frühzeitig die grundsätzlichen und sozialen Kardinaltugenden vermitteln werden können.

…im Bereich Klima- und Umweltschutz anpacken?

CDU

Der nachhaltige Klimaschutz ist eine der wichtigsten politischen Herausforderungen unserer Zeit. Ihm wollen wir uns gesamtgesellschaftlich und auf allen politischen Ebenen geschlossen und langfristig widmen. In Zukunft wird die Energieagentur zu einer echten Klimaschutzagentur erweitert und um sämtliche klimaschutzrelevante Beratungs-, Service- und Dienstleistungen ergänzt. Wir wollen, dass die Kreisverwaltung bis 2025 klimaneutral wird.

Wir als CDU wollen eine Landwirtschaft, die hochwertige und sichere Nahrungsmittel erzeugt, aber auch der Erhaltung der Kulturlandschaft und der vielfältigen Flächen des Natur- und Landschaftsschutzes verpflichtet ist. Natur- und Landschaftsschutz erfordern eine Partnerschaft zwischen Landwirten, Behörden für Umweltschutz und der Zivilgesellschaft.

Nachhaltigen Klimaschutz wollen wir auch im Bereich des ÖPNV umsetzen, indem RVK und RSVG ihre Flotten sukzessive auf moderne und umweltfreundliche Wasserstoff- und Hybridantriebe umstellen.

SPD

Klima- und Umweltschutz fängt vor Ort bei kleinen Entscheidungen an, die Teil eines großen Ganzen sind: Der Schonung unserer natürlichen Ressourcen. Leider wurden die Ziele, die sich der Rhein-Sieg-Kreis vor Jahren gesteckt hatte, bis heute nicht erreicht. Wir wollen umweltverträgliche Mobilität etwa mit dem Rad oder mit Bus und Bahn vorantreiben.

Erneuerbaren Energien im Kreisgebiet werden wir weiter ausbauen und als Kreisverwaltung in allen Themen vorangehen, z.B. durch einen E-Auto-Fuhrpark, Gebäudesanierungen oder Dachbegrünung von kreiseigenen Gebäuden. Um Investitionen zu fördern, wollen wir die Beratungsangebote für Bürger*innen und Unternehmen erweitern.

Bei allen Entscheidungen müssen künftig auch die Auswirkungen auf Umwelt und Klima ermitteln und berücksichtigt werden. So wird der Rhein-Sieg-Kreis klimagerecht. Gleichzeitig wollen wir in Arten- und Insektenschutz (z.B. durch Blühflächen) sowie in Aufforstung der Wälder investieren und unnötigen Plastikmüll bekämpfen.

bündnis 90/Die Grünen

Im Rhein-Sieg-Kreis gibt es insbesondere wegen des Engagements der GRÜNEN schon viele Initiativen für Klimaschutz. Wir wollen diese stärken, neue Handlungsfelder besetzen und Umwelt- und Klimaschutz zum Leitthema des Kreises machen, z.B. durch folgende Maßnahmen:

  • Fuhrpark soweit möglich auf Elektro- oder Wasserstofffahrzeuge umstellen
  • höhere Energiestandards bei Sanierung/Neubau von kreiseigenen Immobilien
  • Kreis-Radwegekonzept weiter voran treiben, interkommunale Radwege, Radschnellwege
  • Ausbau der Ladeinfrastruktur für eMobilität
  • Erweiterung von Naturschutz-/Wildnisgebieten
  • Waldgebiete nachhaltiger aufstellen; Umstieg auf standorttypische Baumarten
  • Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Renaturierung von Flüssen und Bächen unterstützen, in Bad Honnef z.B. das Projekt  „Möschbach“

Unser Ziel ist, dass bis 2035 der Rhein-Sieg-Kreis in seinen Zuständigkeitsbereichen klimaneutral ist und die Voraussetzungen fördert, damit dies auch in den Städten und Gemeinden gelingt.

FDP

Wir glauben, dass man Klima- und Umweltschutz am besten mit Innovation und smarten Lösungen anpackt, anstatt auf Verbot und Reglementierung des Einzelnen zu setzen. Dabei trauen wir den Menschen Eigenverantwortung zu: So möchten wir z.B. Baum- und Bachpatenschaften von Bürgern fördern.

Außerdem möchten wir, dass die Verwaltung durch Digitalisierung ihrer internen Vorgänge auf unnötigen Abfall verzichtet. Riesige Berge von Akten aus Papier sollen der Vergangenheit angehören!

DIE LINKE

DIE LINKE fordert:

  • der Klimanotstand wird fester Tagesordnungspunkt bei allen Ausschuss- und Kreistagssitzungen,
  • das Maßnahmenprogramm 2025 benötigt eine Zielvorgabe, bis wann der Kreis klimaneutral sein will.
  • der Kreis unterrichtet die Öffentlichkeit jährlich über die erreichten Fortschritte, speziell in Form der Fortschreibung der Kreis- Energie- und CO2eq-Bilanzen.
  • Einbeziehung der BürgerInnen mittels eines BürgerInnen-Klimabeirates nach dem Losverfahren unter sachkundiger Beratung
  • Landschaftspläne rechtskonform gestalten
  • Naturpark Siebengebirge qualifizieren
  • Feste Amphibienleiteinrichtungen
  • von Kreis ergänzende Kontrolle der Gülleausbringung
  • Wasserentnahmerechte transparenter machen, kommunales Mitspracherecht erkämpfen
  • Nachtflugverbot
  • weniger Flächenverbrauch
  • Energieagentur mit Beratungsschwerpunkt landwirtschaftlich wenig genutzte Flächen zur Energieerzeugung zu nutzen.
AFD

Alle Maßnahmen des Klima- und Umweltschutzes müssen an der tatsächlichen Steigerung der Lebensqualität für die Gesellschaft gemessen und von ideologischen Zielsetzungen freigehalten werden. Der rücksichtslose Umbau einer Wirtschaft auf Basis höchst spekulativer und nicht verifizierbarer Zielsetzungen, lehnt die AfD ab.

…im Bereich Digitalisierung verbessern?

CDU

Wir haben erreicht, dass mit dem Breitbandausbau im Rhein-Sieg-Kreis begonnen und schnellstmöglich eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet für Bürgerinnen und Bürger und Wirtschaft besteht. Dazu haben wir, zusammen mit Bund und Land, den Breitbandausbau in den vergangenen Jahren mit 19 Mio. Euro gefördert. Um den Ausbau in der Region auch langfristig voranzutreiben, haben wir ein Konzept für den weiteren Ausbau für die Breitband- und Glasfaser-Technologie beauftragt.

Wir wollen, dass alle Bürgerinnen und Bürger mit Glasfasernetzen bis zum Gebäude (FTTB) oder bis in die Wohnung (FTTH) versorgt werden können. Auch die Orte und Haushalte, die nicht im derzeitigen Ausbauprogramm enthalten sind, sollen in Zukunft Zugang zu schnellem Internet erhalten. Zukünftig werden wir an den Förderprogrammen des Bundes zur Gigabittechnologie teilnehmen, um diese Technologie im gesamten Rhein-Sieg-Kreis nutzen zu können.

SPD

Die Digitalisierung bietet jede Menge Chancen, um das alltägliche Leben von vielen Menschen einfacher zu machen und unsere natürlichen Ressourcen zu schonen. Vielfach werden diese technischen Möglichkeiten heute aber noch nicht ausgenutzt. Deshalb wollen wir eine Digitalisierungsstrategie für den Rhein-Sieg-Kreis auf den Weg bringen und möglichst viele Angebote etwa in Apps bündeln und einfach zugänglich machen.

Digitale Möglichkeiten können uns auch beim Klimaschutz helfen, wenn wir z.B. den Verkehr in unseren Städten intelligenter lenken können, Busse gezielter fahren lassen oder die Straßenbeleuchtung „smart“ wird. Erster Schritt ist aber ein flächendeckend schnelles Internet im gesamten Rhein-Sieg-Kreis, damit alle einen schnellen Anschluss haben. Das ist heute immer noch nicht der Fall.

Außerdem müssen wir in die digitale Ausstattung unserer Schulen investieren, damit alle Schülerinnen und Schüler gleiche und beste Voraussetzungen haben, am digitalen Lernen teilzunehmen.

bündnis 90/Die Grünen

Wir wollen die Chancen und Risiken der Digitalisierung nicht einfach auf uns zukommen lassen, sondern die digitale Transformation als konkrete und drängende Entwicklungsaufgabe des Kreises verstehen, die wir aktiv und gemeinsam mit den Kommunen, der Wirtschaft und den Trägern des gesellschaftlichen Lebens angehen müssen. Die Großthemen sind hier die digitale Infrastruktur (Breitbandausbau/5G), die Digitalisierung der Verwaltung (eGovernment) und die Öffnung und Vernetzung von Daten (Open Data).

Dazu wollen wir eine digitale Agenda erarbeiten, indem wir die verschiedenen Handlungsfelder identifizieren, ein Leitbild definieren, Maßnahmen entwickeln und konkrete Umsetzungen angehen. Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, dass insbesondere dem Thema Digitale Bildung eine Schlüsselrolle zukommt. Sichtbar gewordene Defizite – sowohl hinsichtlich der Ausstattungen wie auch der pädagogischen Konzepte (und Lehrerfortbildungen) müssen auf allen politischen Ebenen angegangen und beseitigt werden.

FDP

Wir möchten, dass die Verwaltung vor Ort so gut wie möglich digitalisiert wird. So könnten lange Wartezeiten für Formulare vermieden und wertvolle Lebenszeit besser genutzt werden. Außerdem machen wir uns für flächendeckenden Glasfaserausbau sowie schnellen Mobilfunk mit LTE und 5G stark.

Alle diese Aufgaben sollen von einem Digitalisierungsbeauftragten auf Kreisebene koordiniert werden, der als Ansprechpartner für die Bürger und Kommunen dienen soll.

DIE LINKE

DIE LINKE fordert, nach dem Beispiel Nümbrechts, welches die schnellste Internetverbindung NRWs vorweisen kann, die langfristige Übernahme der Netze durch eine kreiseigene Versorgungsgesellschaft.

Schon jetzt ist die Rettungsleitstelle komplett bis in den Rettungswagen hinein digitalisiert. Das bedeutet bei einem Hackerangriff Gefahr für Leib und Leben. So wurden im Rhein-Sieg-Kreis bereits Kommunen „erfolgreich“ gehackt. DIE LINKE will der Sicherheit in der Digitalisierung einen höheren Stellenwert geben.

DIE LINKE fordert die vollständige Umstellung auf freie Software in der öffentlichen Verwaltung des Rhein-Sieg-Kreises und seiner Kommunen.

AFD

Der dramatische Niedergang der deutschen Infrastruktur ist nicht nur am Straßennetz sondern auch im Bereich der elektronischen Zukunftstechnologien zu beobachten. Wenn in den Schulen bereits die notwendigen Mittel für die Unterhaltung der Gebäude fehlen, wo soll denn da noch das Geld für die dringenden Hilfsmittel zur Vermittlung der Kenntnisse im Bereich Digitalisierung herkommen.

In Deutschland wurden von Seiten der Politik in den vergangenen 20 Jahren nicht nur die schulischen und wissenschaftlichen Prioritäten im Bereich Digitalisierung vernachlässigt, sondern man hatte auch keine Kompetenzen für die erforderlichen infrastrukturellen Maßnahmen als Grundvoraussetzung für die Digitalisierung.

…beim ÖPNV verändern?

CDU

Der Rhein-Sieg-Kreis ist eine Pendlerregion, die links- wie rechtsrheinisch auf einen gut funktionierenden ÖPNV angewiesen ist. Wir wollen, dass Anschlussverbindungen, insbesondere beim Umsteigen zwischen Bus und Bahn, weiter verbessert und sichergestellt werden. Fahrgastinformationen wollen wir durch die Nutzung neuer Medien/Apps weiter ausbauen. Die Attraktivität des ÖPNV wollen wir durch Verbesserungen bei Barrierefreiheit, Sicherheit, Pünktlichkeit und Sauberkeit in den Fahrzeugen und an den Haltestellen steigern. Wir wollen, dass der Radwegeausbau im Rhein-Sieg-Kreis weiter beschleunigt wird. Auch in Zukunft setzen wir uns dafür ein, dass der ICE-Halt Siegburg/Bonn dauerhafter und uneingeschränkter Bestandteil des Fernverkehrsnetzes der DB bleibt. Wir setzen uns auch weiterhin aktiv für eine nächtliche Kernruhezeit für Passagierflüge sowie für weitere lärmmindernde Maßnahmen am Flughafen Köln/Bonn ein. Außerdem kämpfen wir auch weiterhin für eine Reduzierung des Bahnlärms entlang der Rheinschiene und gegen einen zweigleisigen Ausbau des Siegtals für den Güterverkehr.

SPD

Den öffentlichen Nahverkehr wollen wir weiter ausbauen. Dabei gilt für uns das Motto: Fahrten rauf, Preise runter. Nur ein gut ausgebauter Nahverkehr sichert allen Menschen im Rhein-Sieg-Kreis den gerechten Zugang zu Mobilität, unabhängig von Alter oder Einkommen.

Außerdem lassen sich unsere Klimaziele nur erreichen, wenn wir die Verkehrsemissionen wirklich reduzieren. Wir brauchen ein besseres Busangebot, auch in den ländlichen Ecken und auch abends/nachts sowie am Wochenende. Dorfkinder müssen auch den Bus nutzen können. Für die Überquerung des Rheins wollen wir Wasser-Taxis einrichten, die es in anderen Ländern längst gibt. Mit Schnellbussen können wir viele Ecken des Rhein-Sieg-Kreises schneller und einfacher an die Bahnhöfe anbinden.

Außerdem muss Schluss sein mit den ständigen Preiserhöhungen! Unser Ziel ist ein „Ticket für alle“, für einen Euro am Tag im gesamten Verkehrsverbund Rhein-Sieg (Schüler- und Studi-Ticket bleiben). Bisher fehlt CDU und Grünen im Kreistag dazu der Mut.

bündnis 90/Die Grünen

Der ÖPNV muss besser werden, um die Mobilitätsprobleme in der Region in den Griff zu bekommen, den Autoverkehr zu reduzieren und damit Klima und Umwelt zu schützen. Dafür wollen wir vor allem:

  • Taktung von Bus und Bahn verdichten und harmonisieren, um schnelle und regelmäßige Verbindungen in die Zentren zu schaffen.
  • Für kleine Orte sollen Busse im Grundtakt mindestens stündlich verkehren, in zerstreuten Siedlungsstrukturen sind alternative Bedienungsformen (TaxiBus, AST) weiter auszubauen.
  • Die Nachtverkehre bei Bus und Bahn wollen wir weiter ausbauen. 
  • Ausbau von Stadtbahnstrecken und S-Bahn in der Region.
  • Ausbau der ÖPNV-Haltepunkte zu Mobilstationen, mit CarSharing, Fahrradabstellmöglichkeiten, P&R . 
  • Günstigere Tarife: Für deutliche Preissenkungen sollen Bus und Bahn über einen stärkeren Steuerzuschuss finanziert werden. Dafür sind wir GRÜNE bereit und werden uns – unabhängig davon – für eine Beteiligung von Bund und Land einsetzen.
FDP

Der ÖPNV betrifft alle Generationen im Rhein-Sieg-Kreis. Wir setzen uns für eine Verdichtung der Taktung der Stadtbahnen im Kreisgebiet ein. Außerdem möchten wir die Qualität der Bahnen verbessern z.B. durch WLAN-Hotspots in jeder Bahn. Insbesondere die ständigen Ausfälle der Linie 66 sind für uns nicht mehr hinnehmbar. Hier möchten wir mehr Zuverlässigkeit. Der ÖPNV ist für uns aber auch ein entscheidender Schlüssel zu gesellschaftlicher Teilhabe: wir möchten deshalb alle Bus- und Bahnhaltestellen barrierefrei gestalten.

Zusätzlich darf die ICE-Taktung am Bahnhof Siegburg/Bonn nicht weiter ausgedünnt werden- der Rhein-Sieg-Kreis darf hier nicht den Anschluss verlieren!

DIE LINKE

DIE LINKE ist für den Ausbau vorhandener Bahnstrecken unter ökologischen Gesichtspunkten wie beispielsweise der Siegtalstrecke.

Wir wollen Park & Ride an allen großen Knotenpunkten zum ÖPNV mit Parkplätzen für Autos, Fahrrädern mit Ladestationen für E-Bikes und E-Autos sowie mit Vermietung klimafreundlicher Verkehrsmittel.

DIE LINKE im Rhein-Sieg-Kreis will den fahrscheinfreien kostenlosen ÖPNV flächendeckend im gesamten VRS-Gebiet einführen. Rechnet man die Kosten auf die EinwohnerInnen um, so wäre dies mit 25,- bis 30,- Euro pro Kopf im Monat sozial gestaffelt finanzierbar. DIE LINKE will dies steuerfinanziert als Umlage umsetzen.

Ziel im Rhein-Sieg-Kreis muss sein: Kein Ort mit mehr als 200 EinwohnerInnen ohne Busverbindung in einer maximalen Entfernung von 1 Kilometer (Ortsgrenze) mit mindestens halbstündlicher Anbindung an Werktagen und mit stündlicher Verbindung an Sonn- und Feiertagen.

AFD

Die Mobilität ist ein Kernelement für eine florierende Wirtschaft, weshalb auch die Wirtschaft dazu gewonnen werden muß, einen kostenfreien ÖPNV flächendeckend anzubieten. Hier sind dringend Erfahrungswerte von nationalen und internationalen Kommunen einzuholen, die diesen Dienst bereits anbieten.

Die Kommunalwahlprojekte des Stadtjugendrings werden unterstützt aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplan NRW und der Stadt Bad Honnef.