Haus der Jugend

Öffnungszeiten

Montag, Dienstag, Donnerstag: 13.00-19.30 Uhr
Freitag: 15.00-19.30 Uhr
Mittwoch ist Mädchentag: 15.00-18.00 Uhr

Was wir machen

Das Haus der Jugend spielt in der Freizeitgestaltung vieler Kinder und Jugendlichen Bad Honnefs eine zentrale Rolle. Es liegt im Stadtzentrum von Bad Honnef und existiert in seiner jetzigen Form seit 1996. Das Haus wird täglich von etwa 20 bis 50 Besucher*innen im Alter von neun bis 27 Jahren besucht.

Die pädagogischen Aufgaben der Einrichtung basieren auf den gesetzlichen Vorgaben des SGB VIII, § 11 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes.

Neuigkeiten

Was uns wichtig ist

Partizipation

Egal ob bei der Programmplanung oder der räumlichen Gestaltung – wir beziehen unsere Besucher*innen möglichst mit ein.

Lebensweltorientierung

Wir interessieren uns wertschätzend und ohne zu urteilen für die Interessen, Befindlichkeiten und das Lebensumfeld unserer Besucher*innen. Auf dieser Basis leisten wir sowohl Beziehungs- als auch Beratungsarbeit und geben Kindern und Jugendlichen, aber auch den Eltern und anderen Familienangehörigen, Hilfestellung in Krisen- und Konfliktsituationen.

Klare und transparente Regeln

Werden gemeinsam mit den Besucher*innen konzipiert und sind für alle sichtbar zum Nachlesen.

Professionelle Betreuung

Viele Besucher*innen denken, dass die Mitarbeiter*innen ehrenamtlich und aus Spaß das Haus der Jugend betreuen. Spaß haben die Mitarbeiter*innen auf jeden Fall, doch sind es bestens ausgebildete pädagogische Fachkräfte in Festanstellung, von denen während der Öffnungszeiten immer mindestens eine Fachkraft anwesend ist.

Inklusion

In unserer Einrichtung gestalten Besucher*innen mit und ohne Behinderung gemeinsam ihre Freizeit.

Niedrigschwelligkeit

Außer bei besonderen Veranstaltungen und Ferienaktionen, ist weder eine Anmeldung, eine Unterschrift oder eine Terminvereinbarung notwendig. Zudem ist der „Eintritt“ ins Haus der Jugend sowie die dort angebotenen Beschäftigungsmöglichkeiten kostenfrei.

Zu den angegebenen Öffnungszeiten kann jeder hereinkommen, sich umsehen, mitmachen oder bei Bedarf auch ein ruhiges Gespräch mit einer Fachkraft führen.

Prävention

Wir beraten und unterstützen gerne, bevor Besucher*innen in kritische Lebenslagen geraten.

Arbeitsschwerpunkte

1. Offene Kontakt- und Jugendarbeit

Die offene Kontakt- und Treffpunktarbeit stellt den größten Arbeitsschwerpunkt im Haus der Jugend dar. Diese zeichnet sich durch ihre niedrigschwelligen Angebote aus, die meist unverbindlich sind und an denen jede*r teilnehmen kann. Neben den unten aufgeführten gezielten Angeboten bieten verschiedene Medien wie z.B. Billard, Kicker, Tischtennis, Playstation, Dart-Scheibe, Hifi-Musikanlage, Softball oder zahlreiche Gesellschaftsspiele den Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten der Beschäftigung.

Bei Problemen finden sie im Haus der Jugend Beratung und Hilfe durch kompetente Ansprechpartner*innen.

Offener Kontakt- und Treffpunktbereich

Dieser zentrale und räumlich größte Bereich ist mit einer langen Theke, zahlreichen Tischen und gemütlichen Sitzgelegenheiten, wie z.B. einem Strandkorb, ausgestattet. Er bietet dabei viele Facetten für ein offenes Unterhaltungs-, Spiel-, und Thekenangebot. Hier können sich die Besucher*innen z. B. am Tischkicker, einer Tischtennisplatte oder einem Billardtisch vergnügen.

Weiterhin stehen zwei Computer zur allgemeinen Verfügung. Hier können unsere Besucher*innen surfen, chatten, im Netz recherchieren oder mit professioneller Hilfestellung ihre Bewerbungsunterlagen oder Hausaufgaben erstellen.

Dazu haben wir unser Medienangebot kürzlich um zwei ausleihbare Tablets und ein offen zugängliches WLAN erweitert. Ein Dartscheibe, eine Playstation IV sowie eine Wii-Spielkonsole mit aktuellen Sport- und Bewegungsspielen vervollständigen hier das Angebot

Kreativraum

Unser Kreativraum ist vielseitig nutzbar. Hier befinden sich, neben einer gemütlichen Sofaecke, Tische und Stühle für ca. 10 Personen. In den zahlreichen Schränken befinden sich Lern-, Spiel-, und Bastelmaterialien.

Zur persönlichen Entfaltung kann hier, allein oder gemeinsam mit anderen, in ruhiger Atmosphäre gespielt, gewerkelt und gebastelt werden. Zudem dient dieser Raum als Rückzugsort für ungestörte Unterhaltungen.

Chillraum

Um dem Schul- und Alltagsstress zu entfliehen, bietet unser neugestalteter Chillraum die Möglichkeit, einfach mal abzuschalten. Ausgestattet mit einer Strandbar, einer Hängematte, Strandliegen sowie Sofas, kommt hier das notwendige Urlaubsfeeling auf.

Die gemütliche Atmosphäre kann über die Nutzung einer HIFI-Anlage und entsprechender musikalischen Untermalung weiter getoppt werden. Eine große Auswahl an Gesellschaftsspielen lädt zudem zu entspannten Gruppenaktivitäten ein.

Discoraum

Der Discoraum ist in erster Linie funktionell ausgestattet und ähnelt in seinem Erscheinungsbild einer kleinen Turnhalle. Durch eine komplette Schallisolierung und ein fest installiertes kleines Podest, eignet sich dieser Raum besonders gut für die Durchführung von Discoveranstaltungen oder Bandproben, die auch regelmäßig ausgerichtet werden. Verschiedenste Instrumente wie bspw. Schlagzeug, Gitarren, Keyboard, laden zum Ausprobieren und Üben ein.

Da kein Tageslicht eindringen kann, dient er ebenfalls als Veranstaltungsort für Kinoevents. Oftmals wird der Raum auch für sportliche Aktivitäten genutzt, z. B. für HipHop-Workshops. Zudem dient er aufgrund der dort vorhandenen Sofas als Rückzugsmöglichkeit aus dem offenen Kontakt-und Treffpunktbereich.

2. Jugendkulturarbeit

Gezielte Angebote für jugendkulturelle Arbeit gibt es beispielsweise in Form eines Musikraumes, der in erster Linie durch das offenkundige Interesse einiger Besucher*innen, Musik nicht nur zu konsumieren, sondern auch selbst aktiv zu werden, eingerichtet wurde. Hier können Mikrofone und zahlreiche Instrumente ausprobiert, oder auch regelmäßige Proben abgehalten werden.

Dabei können die Kinder und Jugendlichen auf das Fachwissen einer pädagogischen Fachkraft, die selbst über jahrelange Erfahrung mit dem Medium Musik verfügt, zurückgreifen oder auch einfach „ihr eigenes Ding durchziehen“.

3. Mädchenarbeit

Aufgrund der gesetzlichen Grundlagen des KJHG (§1, Abs. 3 und §9, Abs. 3) und den Empfehlungen des Landesjugendamtes ist die Mädchenarbeit ein Arbeitsschwerpunkt. Als Leitlinie gilt dabei die Parteilichkeit. Dies bedeutet, dass die Mädchen zum Ausgangspunkt des pädagogischen Handelns gemacht werden. Dabei wird sich an den spezifischen Lebenslagen der Mädchen orientiert und die für Mädchen relevanten Themen aufgegriffen.

Die kontinuierliche Mädchenarbeit trägt einen wesentlichen Teil dazu bei, dass das zahlenmässige Verhältnis von Jungen zu Mädchen im Haus der Jugend recht ausgeglichen ist.

Überwiegend für die jüngeren Mädchen ist es von Bedeutung, die Einrichtung zunächst im Schutz des Mädchentags in Ruhe für sich entdecken zu können. Zudem ist es einigen Mädchen, insbesondere denjenigen mit Migrationshintergrund, nur am Mädchentag erlaubt, die Einrichtung zu besuchen. Die speziellen Angebote des Mädchentags fördern sowohl die Identifikation mit der Einrichtung, als auch die Bildung und den Zusammenhalt der Gruppe der Mädchen. Einige Mädchen, die anfänglich nur zum Mädchentag ins Haus der Jugend kamen, besuchen das Haus nach einiger Zeit auch an weiteren Wochentagen.

Aktuell besuchen bis zu 16 Mädchen mittwochs das Haus der Jugend. Das kontinuierlich stattfindende Programm am Mädchentag wird wöchentlich gemeinsam mit den Mädchen erarbeitet und aktualisiert. Das anstehende Programm wird dann via Facebook, der hauseigenen Homepage und in Form von Plakaten in der Einrichtung angekündigt. Zudem werden regelmäßig Flyer und Plakate in den Schulen aufgehangen.

4. Zielgerichtete Aktionen und Projekte

Mit zielgerichteten Aktionen und Projekten greifen wir relevante und aktuelle Bereiche der Kinder- und Jugendarbeit heraus und bieten einzelnen Gruppen oder Jugendszenen spezielle Angebote an – z. B. bei der jährlich stattfindenden Großveranstaltung „R(h)einspaziert“, die vom Stadtjugendring Bad Honnef e. V. und zahlreichen Mitgliedsvereinen und Kooperationspartnern ausgetragen wird. Hier übernehmen wir einerseits Aufgaben in jugendkulturellen Bereichen (z. B. Soccerkäfig), andererseits bieten uns diese Events die Möglichkeit, einer größeren Öffentlichkeit einen Einblick in die tägliche Arbeit zu ermöglichen und für uns zu werben.

Der „talentCAMPus“ als weiteres Projekt ist z. B. ein innovatives Ferienbildungsprogramm für Kinder und Jugendliche. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit seinem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ außerschulische kulturelle Bildungsprojekte. In Kooperation mit der Volkshochschule Siebengebirge findet seit 2013 in den Herbsferien ein spezielles Angebot für Kinder und Jugendliche im Haus der Jugend statt. Das Besondere an diesen Angeboten ist die Kombination von Bildung und Kultur – z. B. in Form eines Musik- oder Trickfilmprojekts zur Förderung der Sozialkompetenz und Persönlichkeitsbildung. Kinder und Jugendliche werden so in ihren (inter-)kulturellen, sprachlichen und sozialen Kompetenzen gefördert. Zudem wird ihnen Raum für eigene Ideen geboten.

5. Arbeit mit neuen Medien

Unsere Gesellschaft wird mehr und mehr durch Medien geprägt. Schon die jüngsten unserer Besucher*innen nutzen sie auf die ein oder andere Weise. So weisen wir in unserer Arbeit auf der einen Seite auf Lern- und Bildungs- sowie auf Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten hin. Auf der anderen Seite klären wir diejenigen, die mit den Medien leichtsinnig oder distanzlos umgehen, über die Risiken der Vereinzelung, Suchtpotentiale, problematische Inhalte, Mobbing und Verringerung der Lernleistungen auf. Einige Anwendungen müssen daher unter einer Risikoperspektive, andere wiederum mit Blick auf ihre Chancen thematisiert werden. Bei unseren Angeboten achten wir darauf, Gewaltinhalte zu  unterbinden und die Dauer der Mediennutzung zeitlich einzugrenzen.

6. Ferienaktionen

Seit einigen Jahren bieten wir in den Sommerferienwochen ein attraktives und kostengünstiges Ferienprogramm an. Es ergänzt das Angebot der offenen Jugendarbeit um den Aspekt einer Feriennaherholung.

Mit dieser Maßnahme eröffnet sich die Möglichkeit, gezielte Aktionen für 12- bis 16-Jährige anzubieten. Angebote innerhalb dieses Schwerpunktes finden überwiegend im bedürfnis- und zielgruppenorientierten sowie im kreativ-, spiel/sport- und erlebnispädagogischen Bereich statt.

Das Programm wechselt zwischen Aktivitäten im Haus und verschiedenen Tagesausflügen in der Umgebung. Höhepunkte wie z. B. der Besuch des Hochseilklettergartens in der Hennefer Sportschule oder der Besuch der Wasserskianlage in Langenfeld sorgen für eine besondere Attraktivität.

Adresse

Haus der Jugend
Bahnhofstr. 2c
53604 Bad Honnef

Leitung

Markus Biehler
Tel: 02224 940 913
Mail: biehler@sjr-honnef.de